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Einmalig:
Düsseldorfer Gaslicht!
Keine Stadt – weltweit – wird auch nur annähernd so markant vom Schein der Gaslaternen geprägt, wie Düsseldorf.
Jeder kennt es, die allermeisten mögen es und dennoch ist es stark gefährdet: Düsseldorfs Gaslicht. Wir wollen dieses kulturelle Erbe für Düsseldorf pflegen und erhalten.
Erhalt von Denkmalen:
Seit 1848 erhellen Gaslaternen unsere Stadt – viele von den heutigen Laternen sind selbst über 100 Jahre alt.
Erhalt eines Alleinstellungsmerkmales für Düsseldorf:
Weltweit gibt es noch rund 90.000 Gaslaternen im öffentlichen Straßenraum. Etwa die Hälfte von ihnen steht in Berlin. Mit rund 16.500 Laternen folgt Düsseldorf bereits auf Platz Zwei der „Welt-Gaslaternenliste“. Sie stehen im gesamten Stadtgebiet in vielen Straßen der Wohngebiete und prägen mit ihrem weichen, sympathischen Licht maßgeblich das Bild unserer Stadt. Die allermeisten arbeiten nach wie vor mit Gas und sind in außerordentlich gutem Originalzustand. Die hohe Zahl und ihre charakteristische Lichtqualität verleihen Düsseldorf im weltweiten Reigen der Städte, die überhaupt noch eine (Rest-) Gasbeleuchtung haben, eine herausragende Stellung: Weltweit wird keine Stadt auch nur annähernd so markant vom Schein der Gaslaternen geprägt, wie Düsseldorf.
Erhalt einer der Grundlagen der industriellen Revolution
Das Gaslicht selbst spielte eine bedeutende und unverzichtbare Rolle bei der industriellen Revolution. Es war das erste helle Licht, das rund um die Uhr zur Verfügung stand. Damit steht es mit mechanischem Webstuhl, Dampfmaschine und Eisenbahn auf einer Bedeutungsstufe. Die ersten Gaswerke und Gasleitungsnetze wurden ausschließlich zu Beleuchtungszwecken gebaut.
Durch einen Zufall (und durch Sparsamkeit, denn eine Umrüstung wurde lange Zeit als viel zu teuer abgelehnt) hat es in einmaliger Ausprägung in Düsseldorf überdauert. Ein Glücksfall!
Erhalt eines Kandidaten für das Weltkulturerbe der UNESCO
Durch den authentischen Zustand und ihre Einzigartigkeit sind unsere 16.500 Gaslaternen ein ausgesprochen aussichtsreicher Kandidat für das Weltkulturerbe der Unesco, da hier Industriekultur deutlich unterrepräsentiert ist. Als erstes präsentieren wir hier unsere Petition. Sie wurde Herrn Oberbürgermeister Elbers von unserer Schirmherrin, Frau Professor G. Henkel, überreicht.
Erhalt aus Kostengründen:
1999 noch wurde vom Bauausschuss der Stadt entschieden: das Gaslicht soll dauerhaft erhalten bleiben! Vorangegangen war eine intensive Diskussion, bei der am Ende von der Verwaltung eingeräumt wurde, dass Gaslaternen eine vergleichbare Effizienz haben, wie elektrische Leuchten, wenn denn die gesamten Verluste beim Strom vom Kraftwerk bis zur Birne berücksichtigt werden. Auch heute fehlen vollständige Berechnungen, aus denen die Gesamtkosten der Umrüstung hervorgehen. Nach Aussage von Fachleuten und Zugrundelegung von Zahlen aus vergleichbaren Städten ist eine Amortisation praktisch nicht zu erreichen. Zusätzlich würden hierbei Anliegerbeiträge in erheblicher Größenordnung anfallen – in einen Pilotgebiet in Lohausen lagen diese bei 690 Euro pro Privatgrundstück.
Hinzu kommt noch, dass Gaslaternen mit über 100 Jahren eine mindestens dreifache Lebensdauer wie elektrische Leuchten mit rund 30 Jahren haben.
Trotzdem plant die Verwaltung, über 12.000 Gaslampen komplett zu entfernen und die verbleibenden gut 4.000 auf Strombetrieb umzurüsten.
Die unterschiedlichen Ausführungen der Düsseldorfer Gaslampen:
